Die Körpersprache des Hundes
Da Tiere nicht sprechen können, kommunizieren diese über ihre Körpersprache und ihr Verhalten. Die Körpersprache eines Hundes ist überall auf der Welt gleich und jeder Hund versteht diese ohne den Hund zu kennen. Dennoch darf nicht davon ausgegangen werden, dass sich deswegen alle Hunde verstehen müssen.
Die Natur hat hier ein wahres Wunderwerk geschaffen, denn so unterschiedlich alle Tiere sind, haben sie doch eines gemeinsam, ihre Körpersprache. Jedes einzelne Tier versteht die Körpersprache des anderen Tieres obwohl diese absolut unterschiedlich sein können.
Gerade bei den Hunden ist die Körpersprache so wichtig, da sie das Zusammenleben mit dem Menschen massiv beeinflussen. Zu Beginn der Mensch-Hund-Beziehung verständigten sich beide über ihre Körpersprache und ihr Verhalten.
Über die Jahrhunderte ging dies leider verloren, da es aus der Sicht des Menschen nicht mehr gebraucht worden ist. Schliesslich sollte der Hund nur noch ausführen und nicht selbst Entscheidungen treffen können.
Heute sind wir soweit, dass der Mensch die Körpersprache seines Hundes nicht mehr lesen und somit sein Verhalten nicht mehr verstehen kann. Stattdessen werden Hilfsmittel benötigt, welche den Hund nur noch mehr unterdrücken und die natürliche Verbindung Mensch-Hund nur noch mehr zerstören.


Hunde richtig lesen können
Mein Ansatz in der Hundehaltung basiert auf dem Verhalten der Wölfe. Wir können so viel von den Wölfen auf unsere Hunde ableiten und somit zur natürlichen Hundeausbildung beitragen. Hunde sind keine Spielsachen oder Schmuckstücke, sondern Lebewesen mit einem eigenen Charakter und als das sollten wir sie auch sehen und wahr nehmen.
Körpersprache des Hundes

Entspanntes Gehen
Hier erkennt man einen absolut entspannten Hund, welcher einfach in seinem Revier herumschlendert. Durch die lockere Rute und den lockeren Trab zeigt der Hund, dass es weder Bedrohungen noch gefährliche Situationen gibt. Die Sicherheit, welcher dieser Hund von seinem Menschen erhält führt dazu dass er sich draussen absolut entspannen kann,.

Neugieriges Beobachten
Hunde verbringen sehr viel Zeit damit, ihre Umgebung zu beobachten. Leider haben viele Hunde diese Möglichkeit nicht mehr, da man den Hunden diese Ruhe nicht mehr gibt. Dabei ist dieses Beobachten ein Naturinstinkt und verhilft dem Menschen frühzeitig auf allfällige Bedrohungen zu reagieren.

Erfolgreiche Einzeljagd
Es ist immer wieder schön zu beobachten, wie sich Hunde verhalten, wenn sie etwas für sich alleine ergattern konnen. In einem Rudel wissen die Hunde, dass man dies eigentlich mit allen anderen teilen müsste, aber wenn es keiner mitbekommt, wird es schnell in Sicherheit gebracht. Der Hund verhält sich dabei eher zurückhaltend, damit er keine Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Neugieriges Annähern
Wenn Hunde etwas nicht kennen, nähern sie sich ganz langsam und unter vollsten Körperspannung diesem Unbekannten. Hier ist etwas im Gras, welches den Hund auf der einen Seite neugierig macht, aber auf der anderen Seite aufgrund des Unbekannten, vorsicht nähern lässt.

Aufmerksames Beobachten
Hier erkennt man den klaren Unterschied zum neugierigen Beobachten. Hier ist der Hund angespannt und jederzeit zur Flucht bereit. Die Rute zeigt zwar nach unten, zeigt aber eine deutliche Anspannung. Dies wird ebenfalls durch die Haltung der Ohren und des Runzeln der Stirn verdeutlicht.

Revierkontrolle
Hunde suchen immer wieder ihr Revier nach neuen Gerüchen und Besucher ab. Hier zeigt es sich ganz klar, dass es neue Gerüche und Spuren gibt. Auch hier zeigt sich eine leichte aber klare Anspannung des Hundes. Der Hund fühlt sich nicht bedroht, ist aber neugierig woher diese Gerüche und Spuren kommen.

Lockeres Spielen
Beim Spielen gibt es ganz grosse Unterschiede und Kleinigkeiten, welche ganz klar anzeigen, was genau gerade passiert. Diese zwei Hunde spielen ganz entspannt mit dem Ball. Anhand der Körpersprache sind beide Hunde absolut friedlich gesinnt und machen hier einfach nur ein gemeinsames Spiel um den Ball.

Kräfte messen
Hunde, welche sich um ein Spielzeug streiten oder daran ziehen, messen ihre Kräfte um die Rangordnung und die Aufgabe des einzelnen Hundes zu definieren. Es ist immer eine Herausforderung des einen Hundes an den anderen Hund.

Entspannen
Dieser Hund zeigt ganz klar, dass er nun seine Ruhe möchte und hat sich entsprechend in einen Schutzplatz zurückgezogen. Aus Respekt gegenüber dem Hund lässt man ihn hier in Ruhe. Ein Stören von Seiten des Menschen verstösst gegen die Körpersprache und des Wesen des Hundes und kann zu Konflikten führen.

Spielaufforderung
Bei diesen beiden Hunde ist klar zu erkennen, dass der Hund rechts, den anderen zum Spielen auffordern möchte und ihn daher nekt. Es ist wunderschön zu sehen, dass beide Hunde sehr entspannt und gelassen sind und ein freundliches Verhalten zeigen.

Drohgebärden
Hier ist ganz schön zu sehen, dass der Hund eine massive Anspannung und eine massive Drohgebärde gegenüber den anderen Hunden zeigt. Dieser Hund ist jederzeit bereit anzugreifen, wenn ihn die anderen nicht in Ruhe lassen, was innerhalb von Sekunden passieren kann. Jeder gut sozialisierter Hund versteht diese Körpersprache und wird sich entfernen und zurückziehen.

Kämpferisches Spielen
Diese Hunde zeigen keinerlei Bösartigkeit auch wenn dies auf den Mensch so wirken kann. Beide Hunde zeigen sich die seitliche Körperhälfte, welche als die Empfindlichste gilt, somit haben beide keine Angst davor verletzt oder angegriffen zu werden. Auch die beiden Körper zeigen keinerlei Anspannung. Es handelt sich hierbei um zwei Rüden, welche einfach ihre Kräfte in einem Spiel testen.

Entspanntes Rudel
Hier ist ganz schön zu sehen, wie sich die Hunde nach dem Spielen zusammen entspannen. Dies zeigt ein sehr ruhiges und ausgeglichenes Rudel mit einem sehr grossen Zusammenhalt.

Friedliches Spielen
Auf diesem Bild sieht man sehr schön dass mehrer Hunde um die gleiche Beute spielen können ohne dabei aggressiv zu werden oder besitzergreifend. Diese Hunde zeigen eine sehr gute Sozialisierung und ein sehr gutes Verhalten untereinander. Jeder möchte einen Teil der Beute, aber da die Hunde noch jung sind, wird das spielerisch ausgetragen. Bei schlecht sozialisierten Hunden kann diese Situation zu ganz schweren Streitigkeiten führen.
Besuchen Sie uns
Am Besten lernen Sie uns und unsere Arbeit bei einem persönlichen Besuch kennen. Wir haben dafür spezielle Schnuppertermine, die Ihnen die Möglichkeit dazu bieten. Hundeausbildung ist etwas sehr Persönliches und da muss die Chemie einfach passen.
Sie möchten eine persönliche Betreuung
Kein Problem. Wir bieten auch Einzellektionen an und unsere Kursen finden mit max. 5 Personen statt. Somit haben wir genügend Zeit für jeden einzelnen Teilnehmer.
